FASB Accounting Standards Update (ASU) 2025-06

Updated 4 July 2026 · Reviewed by US GAAP Buddy Editorial Team

Was ändert FASB Accounting Standards Update (ASU) 2025-06 in US GAAP?

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US GAAP

Was dieses ASU bewirkt

Das ASU 2025-06 modernisiert die Rechnungslegung für interne Softwarekosten nach Subtopic 350-40. Das ASU behebt das Problem, dass die bisherige Guidance auf sequenziellen Entwicklungsmethoden (z. B. Wasserfall) basiert, während viele Unternehmen heute iterative Methoden (z. B. Agile) verwenden. Durch die Entfernung aller Verweise auf vorgeschriebene Projektphasen wird die Guidance neutral gegenüber verschiedenen Softwareentwicklungsmethoden. Die neuen Anforderungen konzentrieren sich auf zwei Kapitalisierungskriterien: Management-Genehmigung und Finanzierungszusage sowie die Wahrscheinlichkeit, dass das Projekt abgeschlossen wird und die Software ihren beabsichtigten Zweck erfüllt.

Wichtigste Bestimmungen

  • Entfernung von Projektphasen: Alle Verweise auf sequenzielle Entwicklungsstadien (Planung, Designphase, Implementierungsphase, Betriebsphase) werden entfernt (Subtopic 350-40).
  • Neue Kapitalisierungsschwelle (Probable-to-Complete): Kapitalisierung beginnt, wenn:
1. Management das Softwareprojekt autorisiert und Finanzierung zugesagt hat

2. Es wahrscheinlich ist, dass das Projekt abgeschlossen wird und die Software ihren Zweck erfüllt

  • Significant Development Uncertainty: Unternehmen müssen bewerten, ob erhebliche Entwicklungsunsicherheit vorliegt durch:
1. Technologische Innovationen oder neuartige Funktionen, deren Unsicherheit nicht durch Codierung und Tests gelöst wurde

2. Fehlende oder ständig überarbeitete Anforderungsdefinitionen des Softwareverhaltens

  • Offenlegungsanforderungen: Kapitalisierte Softwarekosten unterliegen den Offenlegungen nach ASC 360-10 (Sachanlagen), nicht den Intangibles-Offenlegungen gemäß Subtopic 350-30.
  • Website-Entwicklung: Die bisherige Guidance aus Subtopic 350-50 wird in Subtopic 350-40 integriert.

Stichtag der Geltung

Das ASU ist wirksam für Geschäftsjahre, die nach dem 15. Dezember 2027 beginnen, sowie für darin enthaltene Zwischenberichtsperioden. Eine vorzeitige Anwendung ist zu Beginn eines Geschäftsjahres zulässig. Unternehmen können eine von drei Übergangsmethoden wählen:

  1. Prospektive Methode: Ab dem Geltungsstichtag anwenden
  2. Modifizierte Methode: Basierend auf dem Projektstatus und bereits kapitalisierten Kosten
  3. Retrospektive Methode: Rückwirkende Anwendung mit Anpassung von Vergleichsperioden

Wer ist betroffen

  • Alle Unternehmen, die interne Softwarekosten nach Subtopic 350-40 bilanzieren
  • Website-Entwickler, da die Guidance aus Subtopic 350-50 integriert wird
  • Besonders betroffen: Softwareunternehmen, die Software über Cloud-Computing-Vereinbarungen (CCA) bereitstellen; hier erwartet der FASB einen möglichen Rückgang der kapitalisierten Kosten zur besseren Konsistenz mit dem Subtopic 985-20 (externe Software)
  • Nicht betroffen: Unternehmen, die nur externe/verkäufliche Software entwickeln (Subtopic 985-20)

Empfehlungen für Vorbereitung und Umsetzung

1. Softwareentwicklungsprozesse dokumentieren: Finance-Teams sollten alle aktuellen Softwareentwicklungsmethoden (Agile, Wasserfall, Hybrid) dokumentieren und analysieren, wie die neue Probable-to-Complete-Schwelle in jedem Szenario angewendet wird.

2. Bewertungsrahmen für Significant Development Uncertainty entwickeln: Erstellen Sie klare Kriterien und Prozesse, um technologische Innovationen, neuartige Funktionen und sich ändernde Anforderungsdefinitionen zu identifizieren und zu dokumentieren.

3. Übergangsstrategie wählen und Neuberechnung durchführen: Wählen Sie die geeignetste Übergangsmethode für Ihr Unternehmen und führen Sie eine vollständige Bestandsaufnahme aller derzeit kapitalisierten Softwareprojekte durch, um die Auswirkungen auf die Bilanz und Gewinne zu quantifizieren.

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