ASC 718 Aktienbasierte Vergütung

Updated 4 July 2026 · Reviewed by US GAAP Buddy Editorial Team

Wie werden Aktienoptionen und RSUs nach ASC 718 bilanziert?

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US GAAP

ASC 718 Aktienbasierte Vergütung — Kernregel

Aktienoptionen und Restricted Stock Units (RSUs) werden mit ihrem Fair Value zum Zuweisungsdatum gemessen, mit der vollen Vergütungsgebühr über den Vesting-Zeitraum als Betriebsausgabe erfasst (ASC 718-10-30-1).

Wie ASC 718 Aktienbasierte Vergütung Funktioniert

  • Fair-Value-Messung beim Zuweisungsdatum: Der Fair Value von Aktienoptionen wird mit dem Black-Scholes- oder Binomial-Modell ermittelt; RSUs werden mit dem Kurs der Unternehmensaktie auf dem Zuweisungsdatum bewertet (ASC 718-10-30-2). Dieser Betrag ist die Grundlage für die Gesamtvergütungsgebühr und wird nicht mehr neu gemessen.
  • Vesting-Erkennung und Aufwandsmessung: Die geschätzte Gesamtvergütungsgebühr wird systematisch über den Vesting-Zeitraum erfasst. Bei Optionen mit Servicekonditionen wird der Aufwand linear über den Vesting-Zeitraum verteilt (ASC 718-10-25-3). Marketingkonditionen oder Leistungskonditionen erfordern eine separate Bewertung der Wahrscheinlichkeit und möglicherweise eine Anpassung des Aufwands.
  • Grenzüberschreitungen und Forfeiture-Schätzungen: Das Unternehmen muss die voraussichtliche Verfallquote schätzen und den Aufwand entsprechend anpassen. Änderungen der Schätzung werden prospektiv erfasst (ASC 718-10-35-1). Bei Beendigung durch den Arbeitnehmer wird der Aufwand bis zum Kündigungsdatum erfasst.
  • Klassifikation in der Bilanz: Optionen und RSUs werden entweder als Eigenkapitalinstrumente (am häufigsten) oder als Verbindlichkeiten klassifiziert, je nachdem, ob Barauszahlung erforderlich ist. Eigenkapitaltransaktionen führen zu einer Erhöhung des bilanziellen Eigenkapitals; Verbindlichkeitsoptionen werden nach Geschloss auf Marktwert neu bewertet (ASC 718-10-30-5, ASC 718-20-35-3).
  • Behandlung bei Modifikationen: Bei Gewährung von zusätzlichen Optionen oder RSU-Zuschüssen werden Anpassungen erfasst, wenn die Modifikation der Vergütung erhöht. Die zusätzliche Vergütung wird basierend auf dem Fair Value am Änderungsdatum gemessen und über den neuen Vesting-Zeitraum erfasst (ASC 718-20-30-10).

ASC 718 Aktienbasierte Vergütung — Praktisches Beispiel

Ein Technologieunternehmen gewährt einem Führungskräfte am 1. Januar 2024:

  • 10.000 Aktienoptionen mit einem Strike Price von 50 USD
  • Aktienkurs am Grant Date: 50 USD
  • Fair Value pro Option (Black-Scholes): 12 USD
  • Vesting: 4 Jahre, linear
  • 5.000 RSUs mit Fair Value von 50 USD pro Einheit
  • Vesting: 3 Jahre, linear

Berechnung der Gesamtvergütung

  • Optionen: 10.000 × 12 USD = 120.000 USD
  • RSUs: 5.000 × 50 USD = 250.000 USD
  • Gesamtvergütung: 370.000 USD

Jahresaufwand (angenommen keine Forfeiture-Schätzung)

  • Optionen: 120.000 USD ÷ 4 Jahre = 30.000 USD pro Jahr
  • RSUs: 250.000 USD ÷ 3 Jahre = 83.333 USD pro Jahr
  • Gesamtaufwand 2024: 113.333 USD

Journaleinträge zum 31. Dezember 2024

Debit: Stock Compensation Expense                113.333
    Credit: Paid-In Capital – Stock Options           30.000
    Credit: Paid-In Capital – RSUs                    83.333

Nach dem Vesting oder Ausübung (z. B. Ausübung der 10.000 Optionen für Barausgleich):

Debit: Cash                                        500.000
Debit: Paid-In Capital – Stock Options           120.000
    Credit: Common Stock                                    (abhängig von Par Value)
    Credit: Additional Paid-In Capital                     (Restbetrag)

ASC 718 Aktienbasierte Vergütung — Häufige Fehler

  • Unterschätzung der Vesting-Bedingungen: Viele Unternehmen erkennen nicht, dass Leistungskonditionen (z. B. EBITDA-Ziele) eine Neubewertung des geschätzten Aufwands erfordern, wenn sich die Eintrittswahrscheinlichkeit ändert. Dies führt zu unter- oder überbewerteten Eigenkapitalsalden.
  • Verwirrung zwischen Klassifikation und Messung: Verwechslung, ob eine Transaktion als Eigenkapital oder Verbindlichkeit klassifiziert wird, ist ein häufiger Audit-Fehlpunkt. Bargeldbeglichte RSUs sind Verbindlichkeiten und müssen nach jedem Quartalsende neu gemessen werden, nicht einmal erfasst.
  • Modifikationen nicht richtig erfasst: Die Gewährung zusätzlicher Tranches oder Strike-Price-Anpassungen erfordert eine Berechnung der inkrementellen Fair-Value-Änderung. Viele Unternehmen vergessen, diese Zusatzgebühren separat zu erfassen und über den neuen Zeitraum zu amortisieren (ASC 718-20-30-10).

ASC 718 Aktienbasierte Vergütung — Key References

  • ASC 718-10-30-1: Fair-Value-Messung beim Zuweisungsdatum
  • ASC 718-10-25-3: Erkennung über den Vesting-Zeitraum
  • ASC 718-10-35-1: Änderungen der Schätzungen und Forfeiture-Anpassungen
  • ASC 718-20-30-10: Modifikationen und inkrementelle Fair-Value-Berechnung
  • ASC 718-10-30-5: Klassifikation als Eigenkapital oder Verbindlichkeit
  • ASC 718-20-35-3: Neubewertung von Verbindlichkeitsoptionen

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