FASB-Boardentscheidungen: Neue Projekte zu Fair Value, Private Credit und Equity-Methode

13. Mai 2026

Auf seiner Boardsitzung vom 13. Mai 2026 hat das FASB zwei neue Projekte im Rahmen von Topic 946 für Investmentgesellschaften hinzugefügt: eines zur Fair-Value-Bewertung von Aktien mit vertraglichen Verkaufsbeschränkungen und eines zu Anhangangaben für Private Credit. Der Board setzte außerdem seine Beratungen zu gezielten Verbesserungen der Equity-Methode gemäß Topic 323 fort.

FASB-Boardsitzung Mai 2026: Drei wesentliche Entwicklungen

Die FASB-Boardsitzung vom 13. Mai 2026 brachte drei bedeutende Entwicklungen hervor, die die künftige Standardsetzungsaktivität prägen werden. Die Entscheidungen spiegeln den anhaltenden Fokus des Boards auf die Berichterstattung von Investmentgesellschaften, die Transparenz in privaten Märkten und lang bestehende Praxisfragen bei der Equity-Methode wider.

Neues Projekt: Fair Value von Aktien mit vertraglichen Verkaufsbeschränkungen (Topic 946)

Das FASB hat für die Hinzufügung eines Projekts zur Fair-Value-Bewertung von Aktien votiert, die vertraglichen Verkaufsbeschränkungen unterliegen. Das Projekt ist auf Investmentgesellschaften gemäß Topic 946 beschränkt — eine bewusste Einschränkung, die die Standardsetzungsaktivität auf die am stärksten betroffenen Unternehmen konzentrieren soll.

Die zentrale Frage ist, ob vertragliche Beschränkungen beim Verkauf von Aktien dazu führen sollen, dass diese Aktien mit einem Abschlag gegenüber dem notierten Marktpreis einer ansonsten identischen uneingeschränkten Aktie bewertet werden. Dies ist ein anhaltender Bereich der Praxisdiversität gemäß ASC 820, Fair Value Measurement, insbesondere für Private-Equity-Fonds und Hedge-Fonds, die SPAC-Gründeraktien und ähnliche Instrumente halten. Ein gezielter Standard für Investmentgesellschaften wird klarere Leitlinien bieten, ohne den breiteren Fair-Value-Rahmen zu öffnen.

Neues Projekt: Private-Credit-Anhangangaben (Topic 946)

In einer begleitenden Entscheidung hat das FASB ein Projekt zur Verbesserung der Anhangangaben zu Private-Credit-Instrumenten hinzugefügt, die von Investmentgesellschaften gehalten werden. Private Credit — Direktkredite, Mezzanine-Schulden und verwandte Instrumente — hat als Anlageklasse erheblich zugenommen, doch die bestehenden Anhangangabepflichten gemäß Topic 946 haben nicht Schritt gehalten mit der Komplexität und dem Risikoprofil dieser Investitionen.

Das Projekt soll voraussichtlich Art, Konditionen, Kreditqualität und Konzentration von Private-Credit-Positionen adressieren und Anlegern und Regulierungsbehörden bessere Einblicke in ein Marktsegment geben, das historisch an Transparenz gemangelt hat.

Fortlaufende Beratungen: Gezielte Verbesserungen der Equity-Methode (Topic 323)

Der Board setzte seine Beratungen zu gezielten Verbesserungen der Equity-Methode gemäß ASC 323 fort. Dieses langjährige Projekt untersucht mehrere enge Fragestellungen, darunter die Anwendung der Equity-Methode auf Beteiligungen mit Wertdifferenzen, die Abrechnungseinheit und bestimmte Wertminderungsfragen. Es wurden keine endgültigen Entscheidungen bekannt gegeben; weitere Boardsitzungen sind geplant.

Was zu beobachten ist

Alle drei Projekte befinden sich noch in einer frühen Beratungs- oder Projektanlaufphase. Exposure Drafts und Kommentierungsperioden werden folgen, bevor endgültige Standards veröffentlicht werden. Investmentgesellschaften und ihre Berater sollten beginnen, potenzielle Auswirkungen zu beurteilen, insbesondere für Unternehmen mit bedeutenden Positionen in beschränkten Aktien oder Private-Credit-Portfolios.

Have questions about this update?

Ask US GAAP Buddy — 50 free questions/month, no signup required.

Ask a question free →